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Sensus Vermögen GmbH mit Bilanzverlust – Wo stünde das Unternehmen, wenn es die Gesellschafterdarlehen nicht geben würde?

Die Sensus Vermögen GmbH wurde 2003 als Nachfolgefirma der Gerhard Schaller Vermögensverwaltung von Gerhard Schaller und Markus Fürst mit dem Ziel gegründet, Investoren einen Zugang zu alternativen Investmentstrategien zu eröffnen. Die Firma hat sich bis heute zu einem Portfoliomanager mit exklusivem Fokus auf marktneutrale und CTA-Strategien entwickelt. Mit dieser Spezialisierung und einer mittlerweile über 10-jährigen Erfahrung, konzentriert sich die Betreuung auf kleine und mittlere Institutionelle sowie private Kunden.

Zu den institutionellen Kunden zählen vertriebsorientierte Finanzinstitute, zahlreiche unabhängige Finanzportfolioverwalter, Banken und Fonds-Gesellschaften. Die Kunden können zwischen Beteiligungsmodellen, Hedgefonds-Anlagen sowie Publikumsfonds wählen. Die Anlage in Einzelkonten (sogenannten Managed Accounts) wird nicht mehr aktiv angeboten. Der Schwerpunkt liegt auf dem Management der eigenen Fonds sowie von Vermögensverwaltungs-Depots. Partner in diesem Bereich ist schwerpunktmäßig Cortal Consors und die V-Bank. Die Sparte Brokerage wird über die Tochtergesellschaft „Sensus Capital Markets Ltd.“ in Malta durchgeführt.

Die Sensus Vermögen GmbH gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Des Weiteren ist sie Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) sowie im Verband der Finanzdienstleistungs-Institute (V/F/I).

Rückblickend auf das Börsenjahr 2013 dürften vor allem die expansive Geldpolitik und die konjunkturelle Entwicklung die Aktienmärkte positiv beeinflusst haben. Der Deutsche Leitindex stieg um ca. 24 %.

Insgesamt ist aber der Trend der Anleger zu Sachanlagen wie Immobilien immer noch ungebrochen. Der Mittelzufluss in Fonds ist somit hinter den Erwartungen zurück geblieben.

Der Bilanzverlust im Geschäftsjahr beträgt TEUR 54.

Auf Grund der geänderten Geschäftspolitik ist der Depotbestand zurückgegangen. Das Anlagevolumen hat sich in den Einzelkonten reduziert. Der Geschäftsbereich Anlageabschlussvermittlung wurde stark zurückgefahren. Die vorhandenen Depots wurden aufgelöst.

Der Provisionsertrag beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.355. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus Gewinnbeteiligungen und Einnahmen aus Provisionen und Brokergebühren zusammen. Dies bedeutet einen geringfügigen Rückgang von 7 %.

Investitionen erfolgten im Wesentlichen in die Ausstattung der Büroräume sowie der IT-Struktur.
Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Die Vermögenslage spiegelt sich in der Eigenkapitalquote wider. Diese beträgt 38,6 %. Die Eigenkapitalvorgaben wurden eingehalten.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war zu jeder Zeit gegeben. Der Liquiditätsgrad beträgt 115,8 %.

Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % verringert.

Die Ertragslage hat sich geringfügig verschlechtert. Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 40. Beeinflussende Faktoren waren zum einen eine Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von TEUR 48. Des Weiteren haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Kosten für die IT-Struktur und das Büro um TEUR 30 erhöht. Die Rechts- und Beratungskosten erhöhten sich auf Grund der Anpassungen auf neue Regulierungsvorschriften um TEUR 140. Die Abschreibung auf immaterielle Wirtschaftsgüter stieg um TEUR 21.

Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten gesteigert werden. Dies vor allem durch Softwareverkauf und Fondsdienstleistungen. Dadurch konnten die Kostenerhöhungen im Wesentlichen kompensiert werden.
Risiko

Das Erzielen von Erträgen im Portfoliomanagement ist in der Regel ohne das Eingehen von Risiken nicht möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management, die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken das Kernelement der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Sensus Vermögen GmbH.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken, hat das Institut ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Bestimmungen der Mindestanforderung an das Risikomanagement der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Es wurde ein Compliance- und Geldwäschebeauftragter sowie Vertriebsbeauftragter bestellt.

Auf Grund der Größe der Gesellschaft ist die Geschäftsführung in sämtliche risikobehafteten Vorgänge von Bedeutung eingebunden.

Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich die Geschäftsführung von klaren Prinzipien leiten. Dies sind zum einen die Erfüllung und Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance-vorschriften sowie zum anderen klare Kompetenzen beim Risikomanagement.

Das Risikomanagement erfolgt außerdem durch Beobachtung und Analyse der Kapitalmärkte, Entwicklung von Handelsansätzen in allen Marktsegmenten sowie Risikominimierung durch Diversifizierung.

Gesamtwirtschaftliche Veränderungen können unsere Geschäfte durch veränderte Nachfrage nach den angebotenen Dienstleistungen positiv als auch negativ beeinflussen. Als Beispiel wurde hier bereits die Finanzkrise genannt. Diese hat sich negativ auf die Börsen ausgewirkt. Für uns ergaben sich dadurch jedoch Chancen durch eine zunehmende Nachfrage nach unseren Produkten.

Ein Unternehmensrisiko ist derzeit nicht erkennbar und der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet.

Für den Handel sind umfangreiche Kurssysteme sowie Orderplattformen erforderlich. Negative Ergebniseffekte können durch den Ausfall der Software sowie die Nichtübertragung von Börsenkursen entstehen. Hier wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eingebaut. Kursübermittlungen erfolgen sowohl per Internet als auch via Satellit. Orders können bei Ausfall der Systeme auch telefonisch übermittelt werden.

Geschäftsbeziehungen wurden deshalb auch noch zu weiteren Brokern aufgenommen.

Ein Risiko für das Unternehmen ist gegeben, wenn die Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen nicht mehr ausreichen. Zur Deckung des Kapitalbedarfs stehen jedoch genügend flüssige Mittel zur Verfügung.
Prognose

Die Sensus Vermögen GmbH schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis ab. Das Ergebnis wurde jedoch von einigen Sonderfaktoren beeinflusst, die in 2014 nicht vorhanden sind.

Die Vertriebsaktivitäten werden verstärkt auf dem Produkt „Standardisierte Vermögensverwaltung“ liegen. Darüber hinaus werden die entwickelten Handelsstrategien verstärkt institutionellen Anlegern angeboten. Die Sensus Vermögen wird sich verstärkt auf das Management dieser Strategien konzentrieren.

Der im letzten Jahr im Markt eingeführte Waldfonds hat eine gute Performance erzielt. Es konnten mehrere Kooperationen geschlossen werden, die einen weiteren Volumenzuwachs erwarten lassen.

Auf operativer Ebene konzentriert sich die Gesellschaft nachhaltig auf den Ausbau einer risikobewussten Geschäftspolitik und der Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen.

Der Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance-Vorschriften wird ein hoher Stellungswert eingeräumt. Die personellen Ressourcen werden hier erhöht.

Der Tochtergesellschaft „Sensus Capital Markets Ltd.“ ist es möglich, Zugang zu institutionellen Datenfeeds zu bekommen. Dies wird die Performance der Sensus-Produkte erhöhen.

Ziel ist es im Jahr 2014 einen Volumenzuwachs zu erreichen. Auf Grund der Marktbedingungen wird die Volumenprognose auf 20 Mio./€ für die eigenen Produkte angestrebt.

Auf Grund dessen wird sich die Ertragslage verbessern und das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Für das Jahr 2014 wird eine deutliche Gewinn- und Eigenkapitalerhöhung angestrebt.

Abwarten, ob die neue Bilanz das dann auch wirklich hergibt.

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