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FiNUM.Private Finance AG – Ein Unternehmen aus der JDC Group

Mit Wirksamkeit zum 02. Januar 2012 wurde die ehemalige FINUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, auf die ehemalige SRQ FinanzPartner AG, Berlin, verschmolzen. Zuvor firmierte die ehemalige SRQ FinanzPartner AG, Berlin, zur FiNUM.Private Finance AG, Berlin, um. 2012 und 2013 waren davon geprägt, beide Unternehmen und deren Geschäftsmodelle und –philosophien zusammenzuführen und zu einem gemeinsamen Geschäftsmodell weiter zu entwickeln.

Die Kerngeschäftsmodelle der beiden Vorgängerunternehmen haben sich deutlich unterschieden. Die ehemalige FiNUM.FINANZHAUS GmbH, Köln, stand primär für das klassische Versicherungs- und Vorsorgegeschäft. Dagegen lag der Geschäftsschwerpunkt der ehemaligen SRQ FinanzPartner AG, Berlin, eindeutig im Bereich Kapitalanlage / Wertpapiergeschäft. Diese beiden Geschäftsmodelle zu einem gemeinsamen Ansatz zusammenzuführen, war die Herausforderung insbesondere im Jahr 2013. Die Fokussierung auf das gehobene Privatkundengeschäft mit dem Schwerpunkt im Kapitalanlagebereich, bildete dabei die gemeinsam definierte Grundlage und spiegelte auch die Positionierung der FiNUM.Private Finance AG innerhalb der Aragon-Gruppe wieder.

Im Verlauf des Jahres 2013 kristallisierte sich jedoch heraus, dass die Anspruchs- und Interessenslagen aus diesen beiden unterschiedlichen Geschäftsansätzen in Teilen nicht synchronisierbar waren. In Abstimmung mit den Gremien und dem Gesellschafter, wurde daher Mitte 2013 die Entscheidung getroffen, einen Teil der Berater, welche einen signifikanten Schwerpunkt im Versicherungsgeschäft haben, in eine neu gegründete Schwestergesellschaft innerhalb der Aragon-Gruppe zu überführen. Dieser Wechsel von insgesamt 30 Beraterinnen und Beratern in die FiNUM.Finanzhaus AG, Wiesbaden, wurde mit Wirkung zum 31. Juli 2013 vollzogen. Um auch nach dem Wechsel in die Schwestergesellschaft einigen Beratern die Abwicklung von WpHG-relevantem Geschäft zu ermöglichen, wurden 20 Beraterinnen und Berater im Sinne einer Haftungsdachanbindung bei der FiNUM.Private Finance AG, Berlin angebunden. Damit verbunden war eine deutliche Umsatzreduktion, da diese Berater nur noch das Haftungsdachgeschäft über die FiNUM abgewickelt haben.

Dem folgend war das Jahr 2014 geprägt von der Anpassung der Kostenstruktur auf das verminderte Geschäftsvolumen. Kosten wurden in allen Bereichen gekürzt. Von der Verkleinerung der Unternehmenszentrale über die Reduktion der Vertriebsoverhead-Kosten und die Neustrukturierung der IT Kosten im Versicherungsbereich wurden in Summe über 1 Mio. EUR an Kosten gespart, was den Break Even Umsatz der Gesellschaft deutlich reduziert hat. Diese Kostensenkungen waren naturgemäß nur teilweise in 2014 bereits wirksam, so dass nochmals ein negatives Ergebnis verkraftet werden musste.

Die Gesamterträge gingen 2014 auf 10.289,9 T€ zurück (VJ: 11.293,5 T€). Bei den Provisionserträgen gab es unterschiedliche Entwicklungen. So blieb das Wertpapiergeschäft mit 2.683,2 T€ (VJ: 2.604,7 T€) weitgehend stabil. Bei den Bestandsprovisionen konnte mit 2.613,8 T€ (VJ: 2.350,7) ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden. Im Segment der Sachwertanlagen gingen die Erträge auf 561,5 T€ zurück (VJ: 1.186,4 T€). Als stabile Größe erwiesen sich wiederum die Erträge aus der Honorarberatungstätigkeit. Diese blieben mit 2.014,7 T€ knapp 8 Prozent über dem Vorjahreswert auf einem hohen Niveau (VJ: 1.865,8 T€). Der Rückgang bei den Gesamterträgen ist zu einem hohen Anteil auf die rückläufigen Erträge im Segment Versicherungsgeschäft zurückzuführen. Diese lagen zum Jahresende bei 1.036,3 T€ (VJ: 1.792,1 T€).

Ende 2014 waren 112 Finanzplaner in der Kundenberatung tätig. Damit mussten wir im Jahresverlauf einen Rückgang um netto 10 Berater verzeichnen. Das ist eine Aussage aus der vor kurzem hinterlegten Bilanz des Unternehmens im Unternehmensregister. Diese Bilanz weist auch ein Minus von über 500 TDE als Jahresergebnis aus, sicherlich auch nicht das, was sich Dr. Grabmaier so als Ergebnis vorstellen dürfte. Die 2014 Bilanz sollte dann aber, da die Baustellen nun doch beseitigt zu sein scheinen, doch von der Bilanz her sicherlich ganz anders aussehen, denn die JDC Group benötigt letztlich nicht nur Umsatz und Berater, sie benötigt auch gute Bilanzen, um als JDC Group dann auch eine positive Reputation im Markt zu bekommen.

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