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Bilanz: Clinicall Germany GmbH – Bilanzielle Überschuldung mit über 12 Millionen Gesamtfehlbetrag

Der aktivische Ausweis “Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag” ist gleichzusetzen mit der bilanziellen Überschuldung, nicht jedoch mit der Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechts. Bei den partiarischen Darlehen handelt es sich um Darlehen von Privatpersonen in Höhe von insgesamt € 14.303.300,00 (Vorjahr € 10.834.100,00), zu denen Rangrücktrittsvereinbarungen in voller Höhe zugunsten von allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern bestehen, solange eine rechnerische Überschuldung in der Bilanz besteht.

Die Nachrangdarlehen haben eine Laufzeit von 36 Monaten. Die Verzinsung variiert zwischen 7% und 9%. Weiterhin ist eine gewinnabhängige Verzinsung von 10% des Jahresüberschusses vereinbart. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Vertragsende. Sollten die Darlehen nicht fristgerecht zum Vertragsende gekündigt werden, verlängern sie sich um weitere 12 Monate. Der zuletzt gültige Zinssatz behält hierbei seine Gültigkeit.

In den Darlehen sind € 5.443.200,00 (Vorjahr € 4.007.500,00) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr enthalten. Für die Anteile an dem herrschenden Unternehmen Clinicall International Corporation, New York, in Höhe von € 3.077.804,40 (Vorjahr € 3.433.798,50) wurde in entsprechender Höhe eine Gewinnrücklage gebildet. Im ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von € 12.603.769,48 ist ein Verlustvortrag in Höhe von € 9.026.118,97 enthalten. Das ist ein Abschnitt aus der aktuellen zu dem Unternehmen nun hinterlegten Bilanz.

Schaut man sich dabei den Bilanzverlust von 12, 6 Millionen Euro an, dann ist fast das gesamte Kapital der Nachrangdarlehensgeber “aufgebraucht”, denn nach dieser Bilanz haben die 14,3 Millionen Euro eingesammelt. Setzt sich der Verlust der Gesellschaft so fort , dann sollten sich die Anleger sicherlich “viel Gedanken um das von Ihnen eingezahlte Kapital machen”. Das Konzept des Unternehmens  hat uns von Beginn an nicht überzeugt, deshalb standen und stehen wir dem Unternehmen sehr kritisch gegenüber. In Amerika könnten die Manager des Unternehmens auch hier wieder denken “stupid german Money” mit einem wohlgefälligen Lächeln im Gesicht, denn sie haben ja Geld bekommen.

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