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Bilanz: Bayernfonds BestEnergy 1 GmbH & Co. KG – Über 9 Millionen Euro Jahresfehlbetrag

Das Produkt Bayernfonds kommt aus dem Hause “REALIS ” (Sparkassengruppe). Die Blanz dieses Kapitalanlageproduktes zeigt ganz klar auch wenn man sein Geld in Produkte anlegt die von den Sparkassen vertrieben werden, heißt das nicht das das alles “gut geht”, und das die alles besser können. Diese Bilanz zumindest  ist für die Anleger des Fonds keine positive Offenbarung, sondern eher das Gegenteil.

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Eigendarstellung REALIS

Als Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe ist die Real I.S. Gruppe der Assetmanagement- und Fondsdienstleister der BayernLB für Immobilien. Sie ist in 10 Ländern auf drei Kontinenten, überwiegend in Europa, USA, Kanada und Australien mit zurzeit weltweit rund 7,1 Mrd. Assets-under-Management tätig.Die Real I.S wurde bereits vielfach für hervorragende Managementleistung und ein erfolgreiches Produkt-Portfolio ausgezeichnet. Die Vermietungsquote bei den gemanagten Immobilien liegt im Durchschnitt bei rd. 97 %. Das Unternehmen ist analog zu einer Bank bis in die oberste Führungsebene funktionsgetrennt aufgestellt. Es besteht ein effizientes Risikomanagement. Neben dem Prinzip der Nachhaltigkeit sieht die Real I.S. insbesondere die Innovationsfähigkeit als entscheidendes Kriterium für den Geschäftserfolg an. Die Real I.S. Gruppe verfügt seit 05.05.2014 über zwei lizensierte Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGs) nach KAGB. Unsere Grundlagen

  • Produkte, die sich am individuellen Anlagebedarf unserer Privatkunden und institutionellen Anleger orientieren
  • Kluge und vorausschauende Marktbeobachtung, durch die wir beweglich auf aktuelle Entwicklungen reagieren können
  • Engagierte Mitarbeiter, die wissen, was es heißt, Verantwortung für die Investitionen unserer Kunden zu tragen

Zitat Ende

Das abgelaufene Geschäftsjahr war zum einen durch günstige Witterung in Form des warmen Winters und der damit einhergehenden im Vergleich zum Vorjahr guten Brennstoffmarktsituation bestimmt. Zum anderen wurde der Betrieb durch eine gehäufte Anzahl an technischen Ausfällen an drei von sechs Standorten beeinträchtig. Weiter führten die Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnamen in der BBE zum Ergebnis, dass eine vollständige Refinanzierung der über die Commerzbank ausgegebenen KfW-Mittel durch die BayernLB erfolgte, die fremdvergebene Brennstoffversorgung durch einen Vollversorger aufgekündigt und der Aufbau der Eigenversorgung eingeleitet wurde. Als Folge dieser Maßnahme gliederte die BBE ihr Geschäft in drei Bereiche, nämlich den Technischen Bereich, die Verwaltung und den Brennstoffeinkauf.

Im Zuge der laufenden Reorganisation schieden im Verlauf des Jahres die geschäftsführenden Kommanditisten Stephan Röhl und Reinhold Adelmann aus und wurden durch Christian Kühn, Andreas Reglich und Martin Wagatha als neue geschäftsführende Kommanditisten ersetzt.

Aufgrund des milden Winters entspannte sich der noch zum Ende des Vorjahres überhitzte Brennstoffmarkt. Die guten Witterungsverhältnisse ließen schon ab Januar umfangreiche Maßnahmen in der Landschaftspflege in ganz Deutschland zu. So standen zu Beginn des Jahres angebotsseitig große Mengen auf dem Markt zur Verfügung und stießen nur auf eine relativ geringe Nachfrage der Kraftwerke, da diese mit vollen Lägern und Winterlägern für den Winter ausgerüstet waren. Das Überangebot ließ das Preisniveau bereits in den ersten Wochen spürbar zurückgehen. Auch die Qualität des verfügbaren Brennstoffes nahm im Schnitt deutlich zu. Als Folge dieses „Milden Winter“-Effektes und der Tatsache, dass auch in den weiteren Monaten des Jahres keine verschärfenden Wettereinflüsse wie etwa im Vorjahr Hochwasser oder Trockenzeit hinzukamen, ließ den Brennstoffmarkt auf dem niedrigeren Preisniveau mit guter Brennstoffqualität stabilisieren. So konnten ggü. dem Planpreis im Jahresdurchschnitt 0,74 Cent je Tonne günstiger eingekauft werden, was eine Reduktion der Brennstoffkosten i.H.v. ca. 267 TEUR zum Plan bewirkte. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der durchschnittliche Brennstoffpreis um gar 2,19 Euro und entlastete damit die Brennstoffkosten um insgesamt 791 TEUR.

Als weitere Optimierung der Versorgung der Kraftwerke mit Brennstoff wird ab 2015 die Brennstoffversorgung durch die BBE selbst übernommen. Die bislang bestehenden langfristigen Lieferverträge – insbesondere mit dem Vollversorger – wurden deshalb auf der Basis der vertraglichen Kündigungsvereinbarung zum Jahresende 2014 gekündigt.

Die HHKW mit ihren Standorten Bad Arolsen, Langelsheim, Leipzig, Niesky, Rieste und Steinau erreichten in 2014 eine Reisezeit von durchschnittlich 7.492 rechnerischen Volllastbetriebsstunden (VJ: 7.866 Std.) je Kraftwerk. Grund für den Rückgang der Reisezeit waren mehrere technische Probleme in drei von sechs Standorten. So waren neben den beinahe schon obligatorischen Problemen mit den Heizkesseln bei den Rostplatten und – antrieben, nun zusätzlich Defekte beim Ekonomiser an den Standorten Bad Arolsen und Rieste zu vermerken. Ein Turbinenschaden in Steinau Ende des Jahres verursachte eine weitere Ausfallzeit, die unter höchstem Einsatz aller Beteiligten auf 4 Wochen begrenzt werden konnte. Maßnahmen gegen die Ausfalltypen Ekonomiser und Turbine wurden für alle Kraftwerke eingeleitet.

Der Verkauf der erzeugten Strommenge erfolgte über Direktvermarktung gem. EEG 2012 mit dem Partner MVV Energie, der den Strom an der Leipziger Energiebörse EPEX Spot SE handelte. Ferner wurde im vergangenen Jahr der Eintritt in den Markt für Minutenreserve bzw. Negative Regelenergie abgeschlossen. Alle Standorte nehmen nun am Markt für Negative Regelenergie teil.

Der Verkauf von Wärme über die Kraft-Wärmekopplung an den Standorten Bad Arolsen, Langelsheim, Leipzig, Niesky und Rieste erreichte aufgrund des milden Winters nicht das Niveau des Vorjahres. Hier wirkte sich insbesondere auch die aufgrund des warmen Winters niedrigere Nachfrage nach Pellets bei den beiden mit Wärme belieferten Pelletwerken in Bad Arolsen und Langelsheim aus.

Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen zwei wichtige Eckpunkte erreicht. Zum einen gelang die Refinanzierung der KfW-Darlehen und der Hausbankwechsel hin zur BayernLB. Der Wechsel zur BayernLB ermöglichte die Umsetzung eines für die Gesellschaft flexibleren Finanzierungsmodells. Die Aufwendungen der Refinanzierung i.H.v. TEUR 2.289 sind dem außerordentliche Ergebnis zu zurechnen. Zum anderen fiel die strategische Entscheidung, dass der externe Brennstoffvollversorger durch eine Eigenversorgung zum 1.1.2015 abgelöst werden soll. Die Kosten der Ablösung gehen als Sondereffekt in den Aufwand des ordentlichen Geschäftsergebnisses ein.

Das Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) stieg deutlich um TEUR 682 auf TEUR 1.295 ggü. TEUR 613 im Vorjahr. Ohne den Sondereffekt ergibt sich ein bereinigtes EBITDA in Höhe von TEUR 2.482.

Das Geschäftsjahr endete nach Verrechnung der Abschreibungen, Zinsen und Steuern mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 9.104 (VJ: 1.508).

Die technischen Kennzahlen weisen auf einen im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Verlauf des abgelaufenen Jahres hin. So war die betriebliche Leistung, wie oben bereits beschrieben, beeinflusst, von einer Reihe von technischen Problemen, die ursächlich für längere Ausfallzeiten in drei von sechs Kraftwerken waren. Insgesamt erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.362 zu TEUR 32.277 im Vorjahr. Davon entfielen auf die Stromerlöse TEUR 29.180 (Vorjahr: TEUR 30.085) und auf die Wärmeerlöse TEUR 2.182 (Vorjahr: TEUR 2.193).

In 2014 erreichten die Kraftwerke insgesamt 44.954 rechnerische Volllastbetriebsstunden (VJ: 47.195), erzeugten dabei 942.374 Tonnen Dampf (VJ: 981.313 To.) und produzierten damit 224.498 MWh Strom (VJ: 235.691 MWH). In Folge reduzierten sich die auf das Geschäftsjahr bezogenen Umsatzerlöse Strom um 725 TEUR auf 29.162 TEUR (VJ: 30.084).

Auf Basis der geführten Nachweise und den sich hieraus ergebenden bereits gutgeschriebenen Vergütungsansprüchen an die Energieversorgungsunternehmen sind ferner Einspeisevergütungen nach EEG 2009 i.H.v. 352 TEUR (VJ: 561 TEUR) noch ausstehend. Der Wert von 352 TEUR stellt den Saldo aus offenen Vergütungsansprüchen und Rückerstattungsansprüchen für in 2014 zu viel ausbezahlte Vergütungen nach EEG 2009 da. In Summe handelt es sich im Wesentlichen um zusätzlich auszuzahlenden KWK- und LPM-Bonus für die Standorte Bad Arolsen und Leipzig.

Im Rahmen der Vermarktung von Negativer Regelenergie erzielten die Kraftwerke Stromerlöse i.H.v. 275 TEUR (VJ: 57 TEUR).

Aufgrund des milden Winters und der daraus resultierenden Reduzierung der Wärmeabnahme verringerte sich die Wärmeauskopplung auf 61.385 MWh in 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 84.709 MWh. Die Wärmeerlöse i.H.v. 2.182 TEUR verblieben aufgrund von vertraglich vereinbarten Mindestabnahmemengen auf dem Niveau des Vorjahres (VJ: 2.193 TEUR).

Die verbesserte Situation am Brennstoffmarkt hinsichtlich der Verfügbarkeit von qualitativ höherwertigem Brennstoff und die höhere Anzahl an Stillständen reduzierten den Brennstoffverbrauch in 2014 um ca. 33.577 Tonnen auf insgesamt 360.653 Tonnen (VJ: 394.230 To.). Mit den in 2014 gesunkenen Brennstoffpreisen fielen die Brennstoffkosten Material um 2.239 TEUR auf 15.385 TEUR (VJ: 17.624 TEUR). Rechnet man die Dienstleistungsgebühr des externen Einkäufers und Disponenten hinzu, ergibt sich ein Brennstoffaufwand von insgesamt 16.561 TEUR im Vergleich zu 19.964 TEUR im Vorjahr.

Der Ascheanfall sank von im Vorjahr 15.815 auf 15.558 Tonnen im Berichtsjahr im Verhältnis geringer als der Brennstoffverbrauch. Ursächlich hierfür sind die technischen Probleme in drei der sechs Kraftwerke und hier insbesondere am Standort Langelsheim. Die Aschekosten blieben somit mit 880 TEUR beinahe auf Vorjahresniveau (919 TEUR). Der durchschnittliche Brennstoffverbrauch reduzierte sich um 0,3 auf rd. 7,9 Tonnen pro Volllastbetriebsstunde (VJ: 8,2). Infolge der technischen Probleme stieg der Ascheanteil der eingesetzten Brennstoffmenge leicht von 4,01% im Vorjahr auf rund 4,32% im Geschäftsjahr.

Der Stromeigenbedarf erhöhte sich im Geschäftsjahr lediglich geringfügig auf rd. 0,54 MWh je Volllastbetriebsstunde im Vergleich zum Vorjahr 0,53 MWh je Volllastbetriebsstunde.

Erneut kam es zum Jahresbeginn 2014 zu einer Preiserhöhung im EEG, die die Umlage um 18% anstiegen ließ. In Summe stieg der Aufwand für den Stromeigenbedarf von 2.884 TEUR im Vorjahr auf 3.211 TEUR in 2014.

Als Folge der technischen Optimierungsmaßnahmen zum Wasserverbrauch im Jahre 2013 und zu Beginn des Jahres 2014 ging der Verbrauch von 125.334 cbm im Vorjahr auf 90.082 cbm zurück. Damit wurden Einsparungen beim Wasser von 224 TEUR auf nunmehr 291 TEUR (VJ: 515 TEUR) im Berichtsjahr realisiert.

Die bisherige Finanzierung über die ERP- und KfW-Darlehen der KFW wurde durch ein neues BayernLB-Darlehen abgelöst. Die zwölf Darlehen bei der KfW wurden zum 9.4.2014 komplett zurückgeführt. Für die Finanzierung der Kosten der Refinanzierung gewährte die BayernLB ein weiteres Darlehen, so dass sich die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der BayernLB zum Geschäftsjahresende auf insgesamt TEUR 75.000 belaufen. Des Weiteren wurde mit der BayernLB für kurzfristige Verbindlichkeiten eine weitere Kreditlinie i.H.v. TEUR 5.000 vereinbart, die als Kontokorrentkredit und für Avale genutzt werden kann. Zum Geschäftsjahresende ist diese Kreditlinie mit Kontokorrent i.H.v. TEUR 1.430 belastet.

Wesentliche Chancen und Risiken

Das Risikomanagement der Bayernfonds BestEnergy 1 hat zum Ziel, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der Bayernfonds BestEnergy 1 verhindert und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden.

Unter Risiko wird jedes Ereignis verstanden, dass das Erreichen der kurzfristigen operativen oder der langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Als Chancen werden mögliche Erfolge definiert, die über die definierten Ziele hinausgehen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren war und kann auch weiterhin der Bestand der Gesellschaft durch nachfolgend kurz skizzierte Chancen und Risiken beeinflusst werden:

Risiken:

· Ausfall der Belieferungen der Kraftwerke mit Brennstoff aufgrund Wegfall von Lieferanten;

· Übermäßige Preissteigerungen beim eingesetzten Brennstoff, die nicht durch Preiserhöhungen bei den Wärmeabnehmern oder Reduzierung der sonstigen betrieblichen Kosten kompensiert werden können;

· Die bereits kontrahierten Wärmemengen und damit verbundenen Erlöse könnten geringer als prognostiziert ausfallen. Im Falle der Insolvenz einzelner Wärmeabnehmer könnten daraus erhebliche Mindererlöse resultieren;

· Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass aufgrund höheren Verschleißes oder außerplanmäßigen Ausfalls einzelner Betriebselemente deren Ertragsausfall nicht versichert oder anderweitig abgesichert ist;

· Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen;

· Stromversorger bzw. die Clearing-Stelle könnten EEG-Bestimmungen bzgl. Boni-Vergütungen für den Einsatz bestimmter Brennstoffqualitäten unterschiedlich auslegen, was zu einer Verminderung der Einspeisevergütung führen könnte.

Einzelne vorgenannte Risiken können auch kumulativ eintreten und damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Chancen:

· Die vorhandenen Anlagen lassen zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs eine Steigerung des Anteils der Wärmeauskopplung und eine Steigerung der Nutzung von Landschaftspflegematerial ggü. Wald(rest)holz an den Standorten Bad Arolsen und Steinau spätestens ab dem Jahr 2018 zu. Durch die vorzeitige Akquisition weiterer Wärmeabnehmer sowie steigender Referenzpreise könnten im Rahmen des Abschlusses neuer Wärmelieferverträge höhere als ursprünglich angenommene Wärmeerlöse erwirtschaftet werden;

· Im Rahmen aktiver Vertragsverhandlungen könnte eine Reduzierung der laufenden Kosten erreicht werden;

· Weitere Ertragschancen könnten sich aus den Veränderungen des EEG bzw. der Direktvermarktung des produzierten Stromes ergeben;

· Die Neuordnung der Finanzierungsstruktur mit der BayernLB schafft mittels eines angepassten Tilgungsplanes eine mittel- bis langfristige Sicherheit in der Gesamtfinanzierung der BBE.

Die Gesellschaft hat Maßnahmen ergriffen, um den genannten Risiken zu begegnen sowie die Realisierung der Chancen zu sichern. Folgende Maßnahmen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr begonnen bzw. erfolgreich umgesetzt:

· Gründung eines eigenen Geschäftsbereichs Brennstoffeinkauf; Aufbau einer eigenen Abteilung mit zwei Außen- und zwei Innendienstmitarbeitern;

· Strategische Steuerung des Brennstoffeinkaufs;

· Erhöhung der Managementleistung und Einbindung zusätzlicher technischer Expertise zur technischen Optimierung und Weiterentwicklung der Kraftwerke;

· Neuverhandlung und Abschluss eines weiteren 2-Jahreswartungsvertrages für die Kraftwerke mit Valmet;

· Verbesserung der vorhandenen Controllinginstrumente; Aufbau eines Einkaufcontrollings für den Brennstoffeinkauf;

· Durchführung von laufenden Schulungs- und Qualifikationsmaßnahmen für das Kraftwerkspersonal;

· Kontrolle der Brennstoffqualität sowie Verbrauchsoptimierung und Reduzierung des Ascheanfalls;

· Erschließung neuer Vermarktungswege für die offenen Wärmelieferkapazitäten.

Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag

Am 28.2.2015 beantragte die Rio Holzenergie Langelsheim GmbH & Co. KG Insolvenz. Die Rio Holzenergie Langelsheim war mit ihrem Pelletwerk für den Standort Langelsheim der Wärmeabnehmer. Die Geschäfte werden bis auf weiteres vom vorläufigen Insolvenzverwalter weitergeführt. Bei einer Eröffnung der Insolvenz drohen der Gesellschaft in 2015 Forderungsausfälle i.H.v. TEUR 132.

Weitere wesentliche Veränderungen von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ausblick

Für das Jahr 2015 steht die Implementierung und die Umsetzung der eigenen Brennstoffversorgung im Mittelpunkt. Hierfür wurde zum 01.01.2015 eine Abteilung mit zwei Außen- und zwei Innendienstmitarbeitern aufgebaut, und eine Warenwirtschaftssoftware implementiert. Zunächst gilt es, im I. Quartal die Versorgungssicherheit der Kraftwerke beim Übergang der Fremd- in die Eigenversorgung zu gewährleisten. Hierzu wurden zum Jahreswechsel größere Mengen Brennstoff auf Lager gelegt. Mit dieser Maßnahme sollen die Risiken, die mit einem Rückgang an Brennstoffangebot einhergehen, abgefedert und gleichzeitig die Abhängigkeit von stetig laufenden Lieferungen seitens Lieferanten in Vertragsverhandlungen minimiert werden. In einem zweiten Schritt sollen die Lieferantenbasis optimiert und weitere Potentiale im Preis- und Qualitätsgefüge der angebotenen Brennstoffe gehoben werden. Positiv für die Gesellschaft wirkt sich hier das neue EEG 2014 aus. Durch das neue EEG wird ein Zubau von weiteren Biomassekraftwerken in Deutschland, die mit der BBE um die Holzressourcen konkurrieren würden, stark eingedämmt bzw. gar ausgeschlossen, da für Neuanlagen auf Basis der aktuellen Technik vermutlich keine Rentabilität mehr gegeben sein wird. Dies sollte dazu führen, dass sich die Verfügbarkeit und Preise des Holzbrennstoffs mittel- und langfristig zumindest auf derzeitigem Niveau halten werden.

Ein weiterer Schwerpunkt wird in 2015 die Verbesserung der technischen Stabilität sein. Drei von sechs Kraftwerken erfüllen die selbstgestellten hohen Anforderungen an Stabilität und Zuverlässigkeit. Die drei Kraftwerke, die in 2014 von mehreren Ausfällen betroffen waren, sollen mit gezielten Maßnahmen wie z.B. der Verbesserung der Technik im Ekonomiser und anderen verschleißanfälligen Bauteilen auf das niedrige Ausfallniveau der ersten drei Kraftwerke angehoben werden.

Auch der Winter in 2014/15 war wieder recht mild. So waren wie im Vorjahr aufgrund des guten Wetters nahezu den gesamten Winter hindurch Landschaftspflegemaßnahmen und Holzarbeiten durchführbar. Die in dieser Zeit produzierten Mengen standen dem Markt zeitlich unmittelbar zur Verfügung und lassen den Markt auf ein für diesen Zeitpunkt recht günstiges Preisniveau gehen.

Aber auch dieser milde Winter hat wieder die Kehrseite, dass er eine reduzierte Wärmeauskopplung an die Wärmekunden nach sich zieht, die primär die Wärme zum Heizen bzw. als Prozesswärme zur Produktion von Pellets o.ä. nutzen. Zum Teil wird obige Reduzierung der Wärmeauskopplung für Heizwärme und Trocknungswärme für Pellets durch eine erhöhte Nachfrage nach Prozesswärme des Kunden Porsche in Leipzig kompensiert.

Maßgeblich für das Ergebnis im neuen Geschäftsjahr und den folgenden Jahren werden der Erfolg der Implementierung der Brennstofffeigenversorgung sowie das Greifen der Maßnahmen zur Reduzierung der Ausfallzeiten einzelner Kraftwerke sein. Neben einem stabilen Umfeld bei den rechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen ist die Gewinnung weiterer Wärmeabnehmer wesentlich für die Erreichung der Gewinnzone.

Für den Ausblick lässt sich zusammenfassend prognostizieren, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke in den kommenden Jahren weiter verbessern wird. Für das EBITDA wird eine deutliche Steigerung im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Berichtsjahr erwartet.

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